Frank Müller schreibt:
Ist Gabriele Pauli noch satisfaktionsfähig? Die CSU aus lauter Hybris verlassen. Mit einer neuen Gruppierung in den Landtag gegangen. Dort offenbar binnen kürzester Zeit die Lust verloren. Neue Partei gegründet. Auftakt im Chaos, sich schon am ersten Tag zweimal wählen lassen müssen, damit alles seine Richtigkeit hat. Dann Teile des Vorstands entmachtet und neuen Parteitag nach einigen Wochen einberufen. Dort kurz vor Handgreiflichkeiten die Presse rausgeworfen. Dann, was heute herauskam: zu guter Letzt alles aus eigener Kraft versiebt und vergessen, das entscheidende Formular zu unterschreiben mit dem Fazit: alles aus, kein Antritt bei der Bundestagswahl.
Man kann zu dem Schluss kommen, dass da ungefähr alles falsch gelaufen ist, was falsch laufen kann.
Und trotzdem: irgendwie schade. Nicht nur, weil wir mit ihr journalistisch immer viel Spaß hatten. Sondern auch, weil sie ein Typ ist, weil sie die Klappe aufmachte und weil sie Edmund Stoiber das Fürchten lehrte. Es ist das alte Lied von den eigenen Grenzen: Wer sie nicht kennt, merkt es erst, wenn’s zu spät ist.
Tags: CSU, Freie Union, Freie Wähler, Gabriele Pauli


Hoffentlich ist das Kapitel Pauli damit ein für alle mal abgeschlossen. Diese Schmerzen…