Die kalte Pizza ist gegessen, das Bier ist getrunken, die Finger sind wundgeschrieben, das ZDF schaltet jetzt auch langsam um auf den Spätkrimi. Das Wahlergebnis ist da. Die ersten Momente der neuen Legislaturperiode haben begonnen. Der neue Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland heißt Guido Westerwelle. Union und FDP koalieren. Früher, als Helmut Kohl noch Birne hieß und ein hellgelber Pullunder uns im Ausland vertrat, hat man dazu Schwarz-Gelb gesagt.

Doch irgendwann, ich weiß nicht mehr wann und ich weiß auch nicht warum, hat es angefangen: Da hat man für Koalitionen aller Art putzige Begriffe erfunden. Jamaika, Schwampel… Die neueste Erfindung ist nun die Tigerenten-Koalition. Ist das ein angemessener Begriff für die neue Bundesregierung? Die Tigerente ist ein bisschen behäbig, ihre Räder quietschen, sie ist eigentlich ein echtes Öko-Spielzeug.
Andere sprechen von der Biene-Maja-Koalition. Biene Merkel und Westerwilli. Der Westerwilli lispelt und schielt ein bisschen, ist manchmal ziemlich überkandidelt, aber sonst ganz lieb.
Und dann gibt’s da noch den Begriff von der Hornissen-Koalition. Die Hornisse ist so ähnlich wie eine Heuschrecke. Ihr Stachel hat einen deutlich größeren Durchmesser als der von Bienen, bohrt sich deshalb deutlich schmerzhafter ins Fleisch.
Giftstachel? Lahme Quietsche-Ente? Vielleicht fällt uns ja noch eine bessere Analogie ein.