In der CSU wird in diesen Tagen derart viel darüber geredet, dass es in der Partei auf gar keinen Fall eine Personaldiskussion gebe und schon gar nicht über Horst Seehofer, dass höchstwahrscheinlich das glatte Gegenteil zutreffen dürfte. Hier eine Auswahl der schönsten christsozialen Treueschwüre nach dem mauen Ergebnis bei der Bundestagswahl:
Manfred Weber, CSU-Bezirkschef Niederbayern: “Die CSU braucht keine Personaldiskussion. Wir haben eine Führung, hinter der wir alle stehen. Das ist Horst Seehofer.”
Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundeswirtschaftsminister (CSU): “Es rumort weniger, als geschrieben wird.”
Joachim Herrmann, Bayerns Innenminister (CSU): „Ich arbeite sehr gut und effektiv mit Horst Seehofer zusammen. Und wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich ihm das unter vier Augen.“
Stefan Müller, MdB und Bayerns JU-Chef: “Es wäre völlig falsch, jetzt eine Personaldiskussion zu führen und die Verantwortung bei einzelnen Personen zu suchen.”
Theo Waigel, CSU-Ehrenvorsitzender: “Zu Horst Seehofer gibt es überhaupt keine Alternative. Er ist unbestritten der Parteivorsitzende und Ministerpräsident. Ich halte jede Personaldiskussion für falsch.”
Erwin Huber, Ex-CSU-Chef: “Es gibt keine Personaldiskussion.”
Und was meint Horst Seehofer selbst zu den Treueschwüren seiner Parteifreunde:
„Ach, da sagt der Alois Glück was, da sagt der Theo Waigel was, da sagt der Erwin Huber was, da sagt der Max Straubinger was, und wenn das fertig ist, fängt der Alois Glück wieder an. Meinen Sie, ich setze mich dem aus, um dann hinzuschmeißen? Vielleicht bin ich noch länger im Amt als mancher von denen.“
Hach, geht es in dieser Partei ehrlich und loyal, christlich und sozial zu!
Das wärmt einem nachgerade das Herz in diesen vorwinterlichen Tagen.

Wo ist denn meine Maß Bier? Wir befinden uns doch hier nicht in einer Quelleneinhausung für Mineralwasser! Ah, das tut gut.
Am Montag hat sich Bundeswirtschaftsminister KT zu Guttenberg bei der Vorstellung des CSU-Sofortprogramms wegen Krankheit entschuldigen lassen. Eine böse Grippe, hieß es. Kein Wunder, so verschwitzt wie der CSU-Shootingstar nach seinen Bierzeltauftritten immer ist, da musste die Erkältung ja irgendwann kommen. Am Abend war Guttenberg aber wieder fit und machte Wahlkampf in Oberfranken. Am Dienstag bei der Opel-Sitzung des Bundestags-Wirtschaftsausschusses fehlte von Gutti dann wiederum jede Spur. Merke: Eine Erkältung sollte man anständig auskurieren, sonst gibt’s einen Rückfall!
Drei im Weckla, Thüringer, Bauernseufzer: Vor allem in Wahlkampfzeiten greifen Politiker gerne zur Bratwurst. “Jetzt geht’s um die Wurst”, signalisieren sie damit. Die deutsche Wurst steht für Bodenständigkeit und Beschränkung auf das Wesentliche (Brät, Gewürz, Darm, fertig). Die deutsche Wurst ist nahrhaft und wappnet für künftige Schlachten in der Politik. Die deutsche Wurst ist wie der deutsche Politiker: Regional höchst verschieden, manche sind ein bisschen fett, manche sind grob, manche sind fein, manche verursachen Blähungen und manche geben gerne Senf dazu.





Bundeskanzlerin Angela Merkel schmeißt eine Geburtststagssause für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, nennt das anschließend übliche Praxis und lässt ihren Regierungssprecher ausrichten, es habe kalten Spargel mit Schnitzel gegeben (Also, warm machen hätten sie den Spargel schon noch können, liebe Kanzlerin. Um die paar Kröten fürs Essen geht’s nämlich gar nicht, aber das erklären wir Ihnen ein andermal).
